Der Zeckenforscher

Ich döste gerade weg und lernte im Traum einen Zeckenforscher kennen, dessen Lieblingszecke an einer unheilbaren Krankheit litt. Der Forscher erklärte mir, dass er ihr eine letzte Freude gönnen wolle. Dann legte er sie unter Tränen an seinen Unterarm an – wissend, dass sie sich nach ihrer Mahlzeit zum Sterben zurückziehen würde.

Ich glaube nicht, dass ich Zeckenforscher werden könnte, in dem Beruf hat man wahrlich nicht viel zu lachen.


Unter Professoren

Heute habe ich im Traum die drei Hamburger Professoren Eppi, Pi und Poop kennengelernt. In einem ansonsten völlig leeren Kontor standen zwei dunkel gebeizte Stehpulte, zwischen denen die ehrwürdigen Herren dozierend herumspazierten. Im Frack. Und ihr weißes Professorenhaar flatterte im Wind. — Man kann sich seine Klischees im Traum nun mal nicht aussuchen.

Wie nervige Nebendarsteller in Märchen fielen sie sich gegenseitig ins Wort, versuchten sich zu übertönen oder sich ihre Stehpulte streitig zu machen. Unnötig zu sagen, dass sie mich nichtsdestotrotz mit ihrer dauernden Besserwisserei belästigten. Schon einer von der Sorte wäre mir zu viel gewesen!

Gelernt habe ich – wer hätte es gedacht – bei diesen Professoren leider nichts.