Fahrrad in der Aula

Ich fahre auf einem BMX-Rad vor die kreisrunde Aula der Uni. Sie ist gerade nicht bestuhlt, sodass der gläserne Boden freiliegt, der sich wie ein Uhrglas zur Raummitte hin absenkt. Die Wände sind mit dunklem Holz vertäfelt, es riecht nach altem Putzmittel. Durch die zahlreichen Dach- und Wandfenster fällt die sommerliche Sonne, und 15 Meter unter mir sehe ich das Foyer, dort gehen Menschen ein und aus. Die Szenerie erinnert aus der Vogelperspektive an eine Architektur-Visualisierung: Paare im angeregten Gespräch, Menschen, die ihre Taschen bestimmten Schritts in Richtungen bewegen, Sitzende, Offenheit, modern, zeitgemäß, viel Glas, dezentes Metall, ein wenig Holz.

Ich hebe meinen Blick wieder: die Aula scheint eher aus dem 19. Jahrhundert zu stammen, das erklärt auch den mehr als ungewöhnlichen Boden. Ich stoße mich ab und fahre durch die menschenleere Halle, stundenlang – mal geradewegs durch die Mitte, mal in Spiralen, mal mit geringsten Geschwindigkeiten experimentierend in Blumenform. Auf einem Glasboden. In irrwitziger Höhe. Ein unglaublicher Spaß!


Der Zeckenforscher

Ich döste gerade weg und lernte im Traum einen Zeckenforscher kennen, dessen Lieblingszecke an einer unheilbaren Krankheit litt. Der Forscher erklärte mir, dass er ihr eine letzte Freude gönnen wolle. Dann legte er sie unter Tränen an seinen Unterarm an – wissend, dass sie sich nach ihrer Mahlzeit zum Sterben zurückziehen würde.

Ich glaube nicht, dass ich Zeckenforscher werden könnte, in dem Beruf hat man wahrlich nicht viel zu lachen.